Fassadenprojekte mit Auszeichnungen

Anbei finden Sie eine Auswahl an Gebäuden, die durch eine herausragende Gestaltung eine baukulturelle Bedeutung erlangen konnten. Sie sind mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet worden. Fassadenprojekte mit Auszeichnungen sind auch für uns etwas ganz Besonderes. Gerne tun wir alles, damit auch Ihr Bauvorhaben möglichst viel Anerkennung findet.

Gymnasium Langenhagen

Fassadenprojekt mit Auszeichnung: BDA Landesarchitekturpreis Niedersachsen 2023 (1. Platz)

Entwurf: Gernot Schulz: Architektur.

Beurteilung der Jury: „Das siebenzügige Gymnasium für 1.700 Lernende und 200 Lehrende in Holzhybridbauweise wird in einem Winkel organisiert, schirmt den Straßenlärm ab und öffnet sich zur ruhigen Landschaft. Die klare Struktur der Schule ermöglicht trotz der Größe eine gute Orientierung. Die Lernhäuser in Holzbauweise über dem Massivbau-Erdgeschoss mit ihren umlaufenden Balkonen erlauben Unterrichtsbereiche in den Freiraum zu entwickeln. Daneben entsteht ein Schulhof auf dem Dach. Das „Herz“ der Schule am Aula-Foyer-Boulevard ist durch eine besondere Holzkonstruktion als Orientierungspunkt markiert. Die klare Raumstruktur der Anlage bietet auch für außerschulische Nutzungen eine sehr gute Auffindbarkeit. Der großzügige Maßstab der Lernhaus-Fassaden über den pylonartigen Erdgeschossfassaden vermittelt eine große Leichtigkeit und Klarheit. Die Jury würdigt besonders, dass trotz der Großstruktur eine sehr gute Differenziertheit der Raumfolgen und damit auch einfache Orientierung für die Nutzer gegeben ist.“

Fassadenprojekt mit Auszeichnung: Deutsche Schule in Madrid

Fassadenprojekt mit Auszeichnung: Deutscher Architekturpreis 2017 (2. Platz)

Entwurf: Grüntuch Ernst Architekten

Beurteilung der Jury: „In der neuen Deutschen Schule in Madrid bilden die verschiedenen Nutzungsbereiche (Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Mensa, Aula, Sporthalle) ein organisch gewachsen anmutendes Ensemble aus fließenden Innen- und Außenräumen, das vielfältige visuelle und räumliche Bezüge ermöglicht.

Die das Ensemble umrahmende, skulpturale Betonstruktur mit polygonalen Öffnungen generiert interessante tages- und jahreszeitlich abhängige Licht- und Schatteneffekte, die die Raumwirkung prägen und bildet zudem verschattete Außenräume für die Schüler an heißen Sommertagen. Der Gebäudeentwurf reagiert auf die besonderen klimatischen Bedingungen am Standort mit einem integrierten Fassaden-, Gebäudekonstruktion-, Gebäudetechnik- und Energiekonzept. Großflächige Thermolabyrinthsysteme (Erdkanäle zur Vorkonditionierung der Außenluft) im Zusammenspiel mit der Aktivierung der thermischen Speichermasse der freigelegten Betondecken in den Räumen durch nächtliche Lüftung und dem partiellen Einsatz von adiabatischer Kühlung ersetzen großteils eine konventionelle mechanische Kälteerzeugung.

Vorbildlich für diesen Gebäudetypus sind auch die Ansätze des adaptiven Komforts sowie der bedarfsgerechten Lüftung. Ein mit Gas betriebenes BHKW (Blockheizkraftwerk) mit Nutzung der Abwärme im Sommer für den Betrieb einer Absorptionskältemaschine rundet das Energiekonzept ab. Der Ansatz eines konstruktiven Sonnenschutzes mittels Betonstruktur vor der Fassade ist weniger überzeugend. Hier scheint das Verhältnis Aufwand (graue Energie) und Nutzen (Sonnenschutz) nicht ausgewogen zu sein.

Mit dem Neubau einer Schule ist stets das Potential der Vorbildwirkung verbunden, da das bauliche Umfeld der Schüler und damit ihr Verständnis der gebauten Umwelt, ihre Möglichkeiten und Folgen, dadurch zu einem beträchtlichen Grad geprägt werden können. Durch einen integralen Planungsprozess ist dies dem Planungsteam der neuen deutschen Schule in Madrid vorbildlich gelungen.“

Fassadenprojekt mit Auszeichnung: Immanuel-Kirche in Köln Stammheim

Fassadenprojekt mit Auszeichnung:

Deutscher Architekturpreis 2015 (1. Platz)

Architekturpreis NRW 2015 (1. Platz)

Kölner Architekturpreis 2014 (1. Platz)

Deutscher Holzbaupreis 2015

Entwurf: Sauerbruch Hutton

Thomas Geuder von German Architects schreibt hierzu: „Der mit 30’000 Euro dotierte Deutsche Architekturpreis ging 2015 an das Büro Sauerbruch Hutton aus Berlin für den Neubau der Immanuelkirche und des Gemeindezentrums der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde in Köln-Stammheim.

Mit dem Deutschen Architekturpreis sollten für die Entwicklung des Bauens in unserer Zeit beispielhafte Bauwerke gefunden werden. Sie sollten eine besondere baukulturelle Qualität aufweisen bzw. von vorbildlichem Umgang bei der Sanierung und Modernisierung historischer Bausubstanz zeugen, dem nachhaltigen Bauen in ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Hinsicht verpflichtet sein und positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beitragen.

Die ehemalige Bundesbauministerin Barbara Hendricks würdigte das Gewinnerprojekt. Es zeige «eindrucksvoll, dass nachhaltige und zukunftsfähige Architektur identitätsstiftend ist und baukulturelle Qualität wichtige Impulse für eine lebenswerte Umwelt setzt. Durch die Anordnung des Gebäude-Ensembles öffnet die Kirchgemeinde ihr Grundstück für die Öffentlichkeit und leistet so einen Beitrag für eine lebendige Stadt. Die Nutzer identifizieren sich mit dem Gebäude, täglich finden hier vielfältige Aktivitäten und Begegnungen statt. Die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten und der durch die sichtbare Materialität der gewählten Konstruktionsart entstandene Charakter des Innenraums tragen hierzu bei.»